poetisch

valeur intemporelle

Kommen und gehen, untrennbar vereint
Wolken sie ziehen, so schnell wie es scheint
Spuren verwehen, für immer ist Nichts
Tränen verrinnen, sind Spiegel des Lichts.
 
Worte sind wortlos, wenn niemand sie spricht
Gefühle sind wertlos, wenn jemand sie bricht
Herzen, die schlagen, versprechen oft mehr
Seelen, die leiden, machen einsam und leer.
 
Glücklich sind Kinder, unschuldig rein
Traurig ist glücklos, voll Schmerzen und Pein
Blicke, die sagen, was niemand sonst sieht
Sprache birgt Bilder, wie Töne ein Lied.
 
Doch wendet sich ab das Raunen der Lüfte
Entspringen dem Geiste die zartesten Düfte
Sehnsucht schwingt innig umhüllt von der Liebe
Sinnliche Lust wie im Rausch dieser Triebe.
 
Schau hinauf in das Blaue so strahlende Meer
Atme nur tiefer, gib es nie wieder her!
 
10. Juli 2012 / Melanie Dworaczek                                                      
 

 

embrassé

Sanft verführen sie
Sinnlich berühren sie
Verzehren mit Sinnen
Sind da und verrinnen

Sind plötzlich vollendeter Heftigkeit
Ganz wild und doch zart
Verzerren nur scheinbare Wirklichkeit
Gleichsam weich und unendlich stark

Brennen sich ein in lustvolle Hiebe
Wären verloren, wenn alles so bliebe
Begehren ist fordernd, mit Schwere verbunden
Tief ist der Drang damit zu erkunden

Sie geben und nehmen, verspielt wie sie sind
Tauchen hinein und das Zucken beginnt
Wollen nie enden, treiben es an
Bringen ein Stöhnen, den Atem voran

Sind Zeugnis des Fühlens, so reichhaltig schön
Bringen Verständnis die Wunder zu sehen

19. Juli 2012 / Melanie Dworaczek